Neujahrsapéro 2008 der Bürgergemeinde
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Fotos anlässlich des 
11. Neujahrs-Apéro im KUSPO Münchenstein
6. Januar 2008

 
Fleissige Hände von "Altgedienten" bereiten den Apéro.    
     

 
Der Präsidenten der KUKO begrüsst die Bürger..   und stellt den Anwesenden... 
 
die erfogreichen....   Star's vor.
 
     

   

Neujahrsansprache anlässlich des Neujahrsapéros der BG-M’stein vom 6.1.2008

 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

 Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Wenn man zurück blickt, war es ein Jahr fast wie jedes andere, ausser dass alles von Jahr zu Jahr extremer empfunden wird. Bedenklich scheint mir allerdings, wie schnell sich heute die soziale Schere öffnet.  Glaubt man den Sachverständigen, so hat das Jahr 2007 den Anfang einer wirtschaftlichen Besserung gebracht.  Ich frage mich aber nur für wen?
Globale Konzerne und Banken konnten wieder grössere Umsätze erzielen, und noch grössere Gewinne einstreichen. Aber wo steht eigentlich der Mensch in dieser globalisierten Welt? Ist nicht er der Verlierer des Globalisierungs-Prozesses? Grosskonzerne brauchen ihre Arbeiter und Angestellten nur noch als Handlanger zur Steigerung ihrer Umsätze und Gewinne. Arbeitsabläufe werden von Computer-programmen bestimmt. Jegliche menschliche Komponente versucht man zu eliminieren!
Der Mensch selbst, wird immer mehr unter Druck gesetzt, aber am Gewinn wird er nicht beteiligt. Dieser ist für die Aktionäre und Konzern-Chef’s.
Werden wir denn als Mensch im heutigen Berufsleben  überhaupt noch geachtet? Bekommen wir überhaupt noch Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit? Sind wir überhaupt noch etwas wert?
Und wo sind unsere Politiker? Sie, die von uns gewählt wurden, um unsere, dem Volk seine Interessen zu wahren? Stehen nicht all zu viele, auf der gleichen Macht-Ebene wie die Konzernbosse?
Oder haben wir nicht all zuviel fehlgeleitete Idealisten, die vor lauter Ideen vergessen haben,  von wem, und für was sie gewählt worden sind?
Der Alltag zeigt uns, dass immer mehr Menschen diesem Druck der auf sie zu kommt nicht mehr standhalten können. Die Folgen davon sind Burn-Out, Depressionen, Familiendramen und am Schluss auch Suizide.
Wir alle gründen doch unsere Selbsteinschätzung darauf, wie sehr wir von den anderen anerkannt, geehrt, respektiert und geliebt werden. Bekommen wir aber heute noch diesen Respekt, Liebe und Anerkennung? Und vor allem, wie gehen wir damit um wenn dies nicht der Fall ist?

Ich möchte Ihnen dazu eine kleine Geschichte erzählen.
 Ich könnte sie erzählen vom einem verzweifelten Angestellten der in seinem ganzen Leben noch nie Anerkennung gefunden hat, und seinem Gespräch mit seinem Psychiater. Ich möchte die Geschichte aber in der klassischen Form erzählen. Dies von einem jungen Menschen, der bei einem alten weisen Mann um Hilfe sucht.
 
Mein persönlicher Neujahrswunsch wäre, dass Sie sich im Laufe des neuen Jahres ab und zu wieder daran erinnern würden.


Es ist die Geschichte vom „Wahren Wert des Ringes“.

Meister sagt der junge Mann: Ich bin gekommen weil ich mich so wertlos fühle, dass ich mit mir überhaupt nichts anzufangen weiss. Man sagt, ich sei zu nichts nutze und alles was ich mache ist falsch. Was kann ich tun, damit die Leute eine höhere Meinung von mir haben,  mich schätzen und gerne haben? Fragt der junge Bursche.
Ohne ihn anzuschauen antwortet der Weise: Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht helfen da ich zuerst mein eigenes Problem lösen muss. Aber vielleicht später.... Wenn du zuerst mir helfen würdest, könnte ich meine Sache schneller erledigen und dann könnte ich möglicherweise auch dir helfen.
Sehr gerne, stotterte der junge Mann, und er spürte wieder einmal, wie er zurückgesetzt, und seine Bedürfnisse hinten an gestellt worden sind.
Also gut, sagte der weise Mann. Er zog seinen Ring vom Finger, und gab ihn dem jungen Burschen. Ich muss diesen Ring verkaufen, weil ich eine Schuld zu begleichen habe. Gehe in die Stadt auf den Markt und versuche den bestmöglichen Preis dafür zu erzielen. Verkaufe ihn aber auf keinen Fall für weniger als 1 Goldstück! Beeile dich und komm rasch mit dem Goldstück zurück.

Kaum auf dem Markt angekommen, hat der Junge Mann allen Händlern den Ring angeboten. Diese haben ihn interessiert begutachtet, bis sie den Preis hörten. Als er sagte der Ring koste 1 Goldstück, lachten die einen, und die anderen drehten ihm den Rücken zu. Nur ein älterer Händler war höflich genug ihm zu erklären, dass 1 Goldstück viel zu wertvoll sei. Er gebe ihm aber ein Silberstück und einen Kupferbecher zum Tausch.

Vom dem Misserfolg vollkommen niedergeschlagen, kehrte unser junger Mann zum Meister zurück.
Wie sehr hätte er sich gewünscht, dem alten Mann ein Goldstück nach hause zu bringen. Er betrat das Zimmer und sagte: Meister es tut mir leid, es war mir unmöglich 1 Goldstück für den Ring zu bekommen. 1 bis 2 Silberstück hätte ich bekommen, aber es ist mir nicht gelungen irgend wen über den wahren Wert des Ringes hinweg zu täuschen.
Da sagte der weise alte Mann: Was Du sagst mein lieber Freund ist sehr wichtig!
Wir müssen zuerst den wahren Wert des Ringes erfahren. Gehe nochmals in die Stadt, aber gehe zum Schmuckhändler. Wer könnte den Wert besser einschätzen als er? Sag ihm, dass du den Ring verkaufen möchtest und frag ihn was er dir anbietet. Verkauf den Ring aber auf gar keinen Fall, sondern bring ihn mir zurück. Der junge Mann machte sich noch einmal auf den Weg in die Stadt. Der Schmuckhändler untersuchte den Ring im Licht einer Lampe und hat ihn aber auch gewogen. Da sagte er zum Jüngling: Richte deinem Meister aus, wenn er jetzt sofort verkaufen will kann ich ihm nicht mehr als 58 Goldstücke für den Ring geben. 58 Goldstücke, rief der junge Bursche! Ja, sagte der Schmuckhändler. Ich weiss, dass man mit etwas Geduld sicher bis 70 Goldstücke erhalten kann. Aber wenn es halt ein Notverkauf ist.......
Völlig ausser sich kam der Jüngling wieder zu seinem Meister nach hause und erzählte ihm was geschehen war und was der Händler ihm erzählt hatte.
Setze dich hin, sagte der alte Mann nachdem er ihm zugehört hatte.

Siehst Du mein lieber Freund, Du bist wie dieser Ring, ein Schmuckstück, kostbar und einzigartig.
Und genau so wie bei diesem Ring, kann Deinen wahren Wert nur ein Fachmann erkennen.
Warum also, irrst Du durch Dein Leben und erwartest,  dass jeder x-beliebige Deinen waren Wert weiss?

Und noch während dem er dies sagte, streifte der alte Mann den Ring wieder über seinen kleinen Finger seiner linken Hand.

 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Versuchen wir doch, auch im neuen Jahr nicht zu vergessen, dass genau so wie wir es für uns selber wünschen, wir auch unserem Umfeld und unseren Mitmenschen, Anerkennung, Wertschätzung und Achtung zeigen sollten.
Ich wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und friedliches neues Jahr, alles Gute, viel Glück und das wichtigste: Gute Gesundheit.

Clive R. Spichty-Weber

   
 
 
     
 
    Der neue und alte Waldchef am Neujahrsapéro.
   
Die Küche war o.k!